Inzwischen ist der Backofen so gut wie fertig. Der Unterbau muss noch eine Tür bekommen und alles muss mit weißem Fugenmörtel verfugt werden.
Für die roten Bitumen-Biberschwanzschindeln sowie die Ort- und Traufbleche aus Aluminium musste ich nochmal etwas tiefer in den Geldbeutel greifen. Beim diesjährigen "Sommer" war das Dach allerdings auch bitter nötig.
Dort wo der Schlot direkt durch den Dachfirst führt, muss ein großes Loch in die Schalung geschnitten werden. Das Ofenrohr kann sehr heiß werden, daher muss zu allen Holzteilen ausreichend Abstand gehalten werden!
Ein Aluminiumblech verblendet das Loch um das Ofenrohr herum. Das Blech sollte keine Berührungspunkte zum Rohr haben, da sonst die darüber transportierte Wärme die Bitumenschindeln zum Schmelzen bringen würde.
Das Ofenrohr selbst ist ein 5 mm Eisenrohr vom Schrottplatz. Zwei angeschweißte Edelstahlbleche ein bis zwei Zentimeter über dem Alublech sorgen dafür, dass kein Regen in den Spalt zwischen Rohr und Dach fließen kann.
Auf dem Schrottplatz bin ich auch über eine kleine Zink-Wanne gestolpert, die jetzt einen prima Aschenkasten abgibt.
Alles in allem hat der Ofen sich bis jetzt gut bewährt. Einmal eingeheizt reicht die Wärme gerade so für eine Ladung Brötchen und eine Ladung Brot. Danach ist die Temperatur auf unter 250 Grad abgefallen, was allerdings noch immer genug ist, um Kuchen zu backen oder einen Braten zu garen. Danach fällt die Temperatur relativ schnell auf ca. 100 Grad ab, wo sie sich dann aber auch über 15-20 Stunden hält. Bei 60-70 Grad kann man am nächsten Tag noch prima Früchte drin trocken. Zumindest mit Pflaumen und Äpfeln hat das recht gut funktioniert.
Zwei Drittel meines Holzvorrates sind leider schon aufgebraucht, weshalb ich wohl demnächst nochmal eine Ladung Brennholz kaufen muss. Für übernächstes Jahr habe ich mit meinem Vater an der Kettensäge aber schon Holz im Wald geholt, welches bis dahin in einer Holzmiete hinter dem Ofen schön trocknen kann.